Tipps zur Suchmaschinenoptimierung

Wie willst du jemanden etwas verkaufen, wenn der Kunde dich nicht findet?

Für alle E-Commerce Webseiten und Online Shops spielt Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine signifikante Rolle im Web. Genauer gesagt ist SEO ein Prozess, der die Sichtbarkeit deiner Website oder deines Online-Shops in Suchmaschinen erhöht. Warum ist das so wichtig? Nun ja, je höher du gerankt wirst, desto mehr Nutzer und potentielle Kunden besuchen deinen Online Shop.

Eine schlechte Nachricht vorweg: Es gibt keine All-In-One Lösung für SEO. Für jede Website sollte eine individuelle Strategie dazu entwickelt werden.

Eine Investition in Suchmaschinenoptimierung ist eine langfristige Investition.

Hier sind 10 Tipps für ein besseres Google Ranking im E-Commerce 2018:

1. Kenne dein Ziel

Zuallererst musst du konkrete Ziele festlegen, damit du auch weißt, welche Maßnahmen im Suchmaschinen-Bereich gesetzt werden müssen.

Hier sind nützliche Fragen, die dir bei dieser Fragestellung helfen können:

  • Wo willst du hin? (Zahlen, Fakten)
  • Für welche Suchbegriffe soll meine Website gefunden werden?
  • In welchen Ländern und Sprachen finde ich meine Zielgruppe?
  • Wie sucht die Zielgruppe? (Desktop, mobil, tagsüber, nur am Wochenende)
  • Welche Keywords werden gebraucht? (Tools verwenden, z.B. Keyword Planer)
  • Wann möchte ich das Ziel erreichen? (nach wenige Wochen sind erste Ergebnisse der Suchmaschinenoptimierung sichtbar)
  • Wie lange möchte ich den Erfolg halten?
  • Welche Ergebnisse erhoffe ich mir dadurch? (Sales, Markenbekanntheit, Conversions)

2. Kenne deinen Markt

Wer im E-Commerce-Bereich erfolgreich sein will, der muss seine Kunden, Mitstreiter und den Markt kennen. Hier sind weitere Fragen, die du dir stellen sollst:

  • Hast du schon einmal Marketingbudget verschossen? (offline oder online)
  • Evaluierung: Ist SEO überhaupt der richtige Marketing Kanal?
  • Wird mein Produkt online gesucht?
  • Wie umkämpft ist mein Markt?
  • Gibt es Anbieter, die das gleiche Produkt verkaufen? (USP herausfinden)
  • Welche Kosten stehen möglichen Umsätzen gegenüber?
  • Habe ich die benötigten Ressourcen? (Know-How, Zeit, Geld)

3. Kenne deinen Startpunkt

Hier solltest du dir einen Zeitplan überlegen, der für dein Business zugeschnitten ist. Hilfestellungen dazu wären:

  • Wird meine Website aktuell bereits gefunden? (monatliche Besucher, wie viele Conversions)
  • Welche Optimierungsmaßnahmen wurden bereits getätigt? (on-site & off-site SEO)
  • Wann sollen künftig Maßnahmen erfolgen? (präventiv vorsorgen und planen)
  • Wann soll wie viel Investment getätigt werden?
  • Muss eine Linkbuilding-Strategie erarbeitet und umgesetzt werden?
  • Gibt es wichtige/weniger wichtige Bereiche? (Kategorien, Produkte)

4. Nutze die SEO Grundlagen

Optimiere deine Website nach den folgenden drei Punkte, die gemacht werden müssen:

  • Inhaltliche-Optimierung (Aufbau, Struktur, Design)
  • Technische-Optimierung (Ladezeiten, Checkout Bereich)
  • Nutzerverhaltene-Optimierung
    Dazu gehört die Datenmenge auszuwerten. Zu hinterfragen, wie sich der Nutzer verhält? Vergleiche aufstellen und Rückschlüsse daraus ziehen. Wo springt mein Kunde ab? Mit was zahlt er? Biete ich ihm ein besseres Produkt als die Konkurrenz?

Die wichtigsten Seiten im Shop:

  • Kategorien (z.B. Fußbälle, auch Subkategorien erstellen)
  • Produktseiten (z.B. WM 2014 Fußball Final Match)
  • Infoseiten (Wie schaut der Fußball für die nächste WM aus? Man schreibt Blogartikel über relevante Themen und leitet den Leser dann über Verlinkungen zu meinem Online Shop weiter.

Weiters beachte, dass du jede Landingpage auf 1 Hauptkeyword optimierst. (z.B. Weihnachtsgeschenke für Damen)
Verwende auf gar keinen Fall zu viele oder zu allgemeine Keywords!
Synonyme (Geschenke zu Weihnachten für Damen) oder Kombinationen (mit “günstig”) werden ebenfalls auf dieser Landingpage optimiert.

Die Bestandteile eines Google Suchergebnisses:

Google Suchergebnis

Verwende immer Speaking-URLs!
Der Nutzer soll erkennen, was sich hinter dieser Seite befindet.
(https://www.zalando.at/sportschuhe-damen/)

Meta Titles and Meta Description
Verwende Haupt-Keywords auf jeden Fall im Titel. Die Wortkonstellation soll aussagekräftig, kurz, prägnant und werbend sein. Die Länge des Titels kann maximal 65 Zeichen lang sein. Benutze ASCII Zeichen als Blickfang (Tipp). Schreibe nicht alle Buchstaben groß, das verstoßt gegen die Richtlinien.

Meta Description
Auch hier wird empfohlen, Hauptword und Synonyme zu verwenden. Weiters bieten sich Lockangebote wie “Kostenloser Versand” oder “nur heute 20% Rabatt” an, um potentielle Kunden auf meine Website zu holen.

Überschriften
Die Überschrift H1 nur einmal pro URL verwenden, weil die für den Google Crawler (Such-Bot) einen hohen Stellenwert hat. Bei mehrerer Verwendung von H1 Überschriften wird das Ergebnis verfälscht. Das Hauptkeyword soll der Überschrift H1 und H2 (eventuell auch H3) vorkommen.

Text, Bild, Video & Medien
Das dazugehörige Medium soll ansprechend, thematisch, leserlich aufbereitet und wenn nötig, werbend sein. Auf keinen Fall unrelevante Information (Bla Bla Texte) reinschreiben und nicht unnötig in die Länge ziehen. Weniger Information ist oftmals attraktiver für den Nutzer.
Bedenke immer: Text ist vorrangig für den User und nachrangig für die Suchmaschine!

Für 2018 wird es im E-Commerce Bereich noch schwieriger, sich von der Konkurrenz abzuheben. Heutiger Standard ist ein Produktbild mit passender Beschreibung. Man könnte sich von der Konkurrenz beispielsweise abheben, indem man Kurzvideos von dem Produkt macht oder es vor einem interessanten Hintergrund stellt.

Meta Tags
Mit sogenannten Meta Tags kann man Google mitteilen, welche der Seiten indexiert und gecrawlt werden sollen und welche nicht.

Index/Follow: Für alle Seiten, die gefunden werden sollen.
NoIndex/Follow: Für Seiten, die nicht indexiert werden sollen.
NoIndex/Nofollow: Für Seiten, die nicht indexiert und auch nicht weitergecrawlt werden soll.

5. Nutze Linkbuilding

Links sind nach wie vor immer noch ein wichtiger Rankingfaktor vom Google Algorithmus. Jedoch hat es in letzter Zeit viele Maßnahmen seitens Google gegeben, die Webseiten mit gekauften und manipulierten Links erkennen und dementsprechend bestrafen. Also ja, Links sind ein wichtiger Bestandteil für den Google Rank, aber nicht mehr so bedeutsam wie vor ein paar Jahren. Mittlerweile werden über 100 verschiedene Faktoren von dem Google Algorithmus einberechnet.

Wie betreibt man demnach effektives Linkbuilding?

Links sind nichts anderes als Empfehlungen von anderen Nutzern, Webseiten, Blogs etc.
Grundsätzlich besteht die Regel: Je mehr Links, desto besser!
Aber man sollte damit auch nicht übertreiben, ansonsten wird dies als Spamming eingestuft.
Betreibe Linkbuilding in Form von sinnvoller Online PR! Das bedeutet, dass es vor allem im Jahr 2018 wichtig sein wird, dass dein Inhalt, dein Produkt relevant für Nutzer ist. Dann teilt und kommentiert der Nutzer höchstwahrscheinlich, und das sowohl im Web wie auch auf Social Media.

Tipp: Behalte stets die Google Webmaster Guideline im Auge, damit deine Seite von Google richtig eingestuft wird.

6. Nutze sinnvolle SEO Tools

Wenn du auf der Suche nach hilfreichen Tools bist, die die Sichtbarkeit deiner Seite oder deines Online Shops verbessern sollen, dann wirst du Zeit und Geld in ein paar mächtige SEO Tools stecken müssen. Die folgenden Programme (kostenlos und kostenpflichtig) empfehle ich dir, um deinen Webauftritt zu optimieren.

Hypersuggest.com

Mit dem Tool Hypersuggest.com bekommst du Keyword Vorschläge und viele weitere nützliche Funktionen wie zum Beispiel Trends und ein W-Frage Tool.

hypersuggest

Google Keyword Planner

Mit dem Google Keyword Planner kannst du dir neue Keywords-Ideen holen. Damit machst du deine Anzeigen zu Produkten relevanter für deine Zielgruppe. Der Keyword Planer zeigt dir eine historische Statistik zu dem Suchvolumen des eingegebenen Keywords. Dann kannst du entscheiden, ob dieses Keyword sinnvoll für dich ist oder nicht.

Google Keyword Planner

Keyword Tool.io

Keywordtool.io generiert für jeden Suchbegriff mehrere hundert Keywords. Nutzer können zwischen unzähligen Sprachen (beispielsweise Google.de) und Plattformen (beispielsweise Youtube) wählen. Das Tool ist nicht kostenlos. Je nach Funktionsumfang kostet Keywordtool.io zwischen 48 und 88 US-Dollar im Monat.

Keyword Tool.io

Sistrix.de

Die Sistrix Tool Box ist kurz gesagt ein SEO-Tool, dient also der Suchmaschinenoptimierung. Du kannst mithilfe dieses umfangreichen Tools jede Menge Suchmaschinendaten erheben, die es dir ermöglichen, deine Seite zu optimieren. Dabei kannst du aber nicht nur deine eigene Website auf Schwachstellen untersuchen, sondern auch herausfinden, was die Konkurrenz vielleicht besser macht – und dann entsprechend darauf reagieren.

sistrix toolbox

Ahrefs.com

Um die vorhandenen Backlinks zu sehen bzw. zu analysieren, die auf eine bestimmte Webseite zeigen, gibt es zahlreiche Tools. Eines der beliebtesten Backlinkchecker ist aufgrund seines sehr großen Datenumfangs ahrefs.com. In der kostenfreien Version ist der Funktionsumfang und die Möglichkeit, umfassende Daten zu sehen, aber man ist dennoch ziemlich eingeschränkt.

Der Backlink-Checker des Tools zeigt für jede eingegebene Domain die wichtigsten Domain-Backlinks (Domainpop) an und wertet sie aus.

ahref.com Dashboard

Google Webmaster Tools

Die Google Webmaster Tools, seit neuestem heißen sie Search Console, bieten dir einen detaillierten Einblick in die Daten, die Google zu deiner Seite gespeichert hat — und das völlig kostenfrei.

Google Search Console

LinkResearchTools

Bei den linkresearchtool.com handelt es sich nicht um eine All-in-One-Suite, sondern um 21 Einzeltools. Ihre Stärken liegen vorwiegend im Bereich Linkanalyse. Die Tools finden so gut wie alle Backlinks auf die eigene Website, zeigen die Qualität der Links an und erlauben einen genauen Vergleich mit dem Backlink-Profil der Wettbewerber.

LinkResearchTool

7. Überwache und kontrolliere

Nur wer es schafft, auf die erste Google-Seite und dort auch möglichst weit oben (am besten unter die ersten fünf Suchtreffer) zu gelangen, der wird auch wichtigen Traffic von der Suchmaschine auf die eigene Webseite lenken können. Damit das geschieht, sollte man die wichtigsten Suchbegriffe auch regelmäßig überwachen und verbessern.

Google ist kein statisches System. Praktisch alle 15 Minuten ändern sich die Ergebnisse zu gleichbleibenden Suchanfragen. Zwar geschieht das auf den vorderen Plätzen nicht so häufig, aber auch da gibt es immer wieder Bewegung. Nur ein einziger Platz im Ranking nach oben oder unten kann über hunderte Besucher mehr oder weniger entscheiden. Wer seine wichtigsten Keywords nicht fortwährend analysiert und beobachtet, der wird auch nicht schnell genug mitbekommen, wenn sich das Ranking plötzlich verändert. Nur weil man heute auf Platz 1 bei Google steht, heißt es nicht, dass dies auch lange so bleibt. Ein regelmäßiges Monitoring seiner relevantesten Keywords ist heute ein absolutes Pflichtprogramm für jeden Shopbetreiber.

8. Sei besser als die Konkurrenz

WAS TUN, UM SICH VON IHR ABZUHEBEN?

Um sich langfristig von der Konkurrenz abzuheben, empfehle ich dir eine Tätigkeit: Analysieren. Du sollst zu jeder Zeit alle Faktoren bei der SEO Konkurrenzanalyse im Blick haben. SEO ist ein immer währender Prozess deiner Online Marketing Strategie, bei dem es keinen endgültigen Zustand gibt. Die Konkurrenz verändert sich und hat den Markt im Internet – ebenfalls wie DU – bestens im Blick. Analysiere den Ist-Zustand und vergleiche die wichtigsten Keywords mit denen der Konkurrenz. Außerdem musst du unbedingt deine Zielgruppe und deren Erwartungen und Wünsche kennen. Daraus ergeben sich die SEO Keywords, die dir im Ranking einen Vorteil verschaffen werden.

Für das Jahr 2018 empfehle ich dir außerdem einen starken Fokus auf das Design deines Onlineshops, die Qualität der Bilder, Video und Texte zu achten. Stichwort: responsive Design. Für Google ist dies auch ein weiterer Faktor, der für das Ranking wichtig ist.

9. Vermeide folgende Fehler

Wer bei Google und auch den anderen Suchmaschinen langfristig oben stehen will, der sollte bei der Optimierung seiner Webseite auf einige Dinge achten. Wenn man sich an die Richtlinien hält und diese optimal ausnutzt, dann wird man auch mit einem besseren Ranking belohnt. Deswegen vermeide folgende Fehler:

  • Minderwertige Inhalte (einzigartigen und relevanten Content erstellen)
  • Langsame Webseiten und lange Ladezeiten (Pass auf, dass du nicht zu große Bilder und unnötige Skripten verwendest)
  • Schlechte Links (Erstelle eine optimale interne Verlinkung mit deinen Seiten und Produkten)
  • Kosten durch falsche Planung (Ziele setzen, Maßnahmen machen, kontrollieren)
  • Keyword Spamming (Google erkennt Spamming als Manipulation. Es reicht völlig aus, wenn das Keyword im Titel und in der Beschreibung einmal vorkommt.)
  • fehlerhafte META TITLE und META DESCRIPTION (vermeide viele Rufzeichen (“!”) und eine dauerhafte Großschreibung, z.B. TOP PRODUKT)
  • Doppelter Content (Duplikate Inhalt auf mehreren Seiten ist negativ für das Ranking)

10. Kämpfe um eine gute Platzierung

Behalte die folgenden fünf Leitsätze im Hinterkopf und gib nicht zu schnell auf!

SEO benötigt Zeit
SEO benötigt Know How
SEO ist ein Prozess
SEO kostet, wie jeder andere Marketing Kanal, Geld
SEO kann ein Turbo sein

Wenn du wissen möchtest, wie du mit deinen YouTube Videos auf Platz 1 beim Ranking landest, dann verpasse nicht den nächsten Artikel über YouTube SEO.