SEO, auch bekannt als Suchmaschinenoptimierung, ist ein sich ständig wandelnder Bereich, der nicht aufhört, sich weiterzuentwickeln. Was im Jahr 2015 als Best-Practice galt, ist im Jahr 2018 nicht mehr anwendbar. Mit der Anzahl der Updates ist es sehr wichtig, mit den täglichen Algorithmen von Google auf dem Laufenden zu bleiben. Im Jahr 2016 gab es viele Verbesserungen an “Penguin 4.0” und “Possum“, die eine intelligentere, sauberere und semantischere Suche ermöglichten. Doch was ist für das Jahr 2018 wichtig? Hier findest du die wichtigsten Faktoren für ein gutes SEO-Ranking in 2018:

1. CONTENT IS KING (immer noch?)

Qualität des Inhalts

Für ein gutes Ranking zählen vertiefende, aussagekräftige Inhalte, die ein breites Spektrum des jeweiligen Themas abdecken. Die Inhalte müssen dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten, sollten ansprechend visuell aufbereitet sein und somit den schriftlichen Inhalt ergänzen.

Denke daran, dass Qualität immer die Quantität übertrifft. Konzentriere dich auf den Mehrwert, nicht auf die Wortanzahl.

Länge des Inhalts

Es gibt keine klare Faustregel bezüglich der optimalen Wortzahl für einen Artikel, da diese je nach Thema variieren kann. Allerdings stell ich fest, dass relativ längere , umfangreichere Texte (+1000 Wörter) in der Regel höhere Rankings erzielen.

Profi-Tipp

Nutze die semantische Suche von Google, um das Keyword-Targeting in deinen Artikeln zu optimieren. Semantische Abfragen können am Ende der Google-Suchergebnisse unter Ähnlichen Suchanfragen gefunden werden.

Eine Suche nach “suchmaschinenoptimierung” zeigt beispielsweise die folgenden verwandten Suchanfragen an. Wenn du zum Beispiel einen informativen Artikel über Suchmaschinenoptimierung schreibst, kannst du diese semantischen Abfragen verwenden. Damit erhältst ein besseres Verständnis von verwandten Schlüsselwörtern und bist relevanter für Google.

Ähnliche Suchanfragen SEO

2. BACKLINKS

Backlinks bleiben eines der stärksten Ranking-Faktoren im Suchalgorithmus von Google. Je mehr Links du von anderen, guten Quellen bekommst, desto besser sind die Chancen, bei Top-Keywords gut platziert zu werden.

3. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ & RANKBRAIN

2015 gab Google bekannt, dass RankBrain ihr drittwichtigster Ranking-Faktor ist. Aber bevor wir ins Detail gehen, hier eine kurze Erklärung zu RankBrain:

RankBrain ist ein Machine-Learning-System, das Google hilft, seine Suchergebnisse zu sortieren. Es analysiert, wie Nutzer mit den Suchergebnissen von Google interagieren und ändert das Ranking entsprechend.

WIE JEFF DEAN ERKLÄRTE: “IN DEN WENIGEN MONATEN, IN DENEN ES EINGESETZT WURDE, IST RANKBRAIN DAS DRITTWICHTIGSTE SIGNAL, DAS ZUM ERGEBNIS EINER SUCHANFRAGE BEITRÄGT.” 2018 WIRD RANKBRAIN NOCH WICHTIGER, DA GOOGLE SEINEN ALGORITHMUS AKTUALISIERT.

RankBrain konzentriert sich auf 2 Metriken:

  • RankBrain und Verweildauer: Die Verweildauer ist einfach die Zeit, die du auf einer bestimmten Seite verbringst, nachdem du auf das Suchergebnis geklickt hast.
    RankBrain tendiert dazu, Inhalte zu priorisieren, die als ansprechender angesehen werden. Es muss das Benutzerverhalten anhand von Metriken wie der Verweildauer analysieren. Es gibt nun auch interessante Studien, die die Verweildauer und den Zusammenhang mit Rankings dokumentieren (z.B. siehe Branchenbericht von Search Metrics). Im Durchschnitt beträgt die Verweildauer für ein Top-10-Google-Ergebnis 3 Minuten und 10 Sekunden. Das ist ziemlich viel Zeit, wenn man es mit der durchschnittlichen Verweildauer auf einer Seite vergleicht. Außerdem, wenn ein Leser sich so lange mit einem Inhalt beschäftigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er oder sie die Seite mag und sie informativ genug die spezielle Suchabsicht findet.
  • RankBrain & CTR (Click-Through-Rate): Die CTR wird auch im Paid Search Marketing verwendet, um die Relevanz der Inhalte für die Nutzerabsicht zu ermitteln.
    Bei Anzeigen, wie auf Google Adwords, zeigt CTR – kombiniert mit der Absprungrate (siehe unten) – die Qualität und Relevanz der Inhalte an. Wenn viele Benutzer auf eine Seite klicken wird der Inhalt an die Spitze des Rankings getrieben.

4. FOKUS AUF MOBILE ENDGERÄTE

Responsive Webdesign oder Seiten mit AMP (beschleunigte Mobilseiten) sind ein weiterer wichtiger Rankingfaktor. Am 4. November 2016 kündigte Google die erste mobile Indizierung an. Das bedeutet, dass sich die Kompatibilität einer Website mit dem mobilen Endgerät direkt auf das Suchranking auswirkt. In der Vergangenheit bauten Webdesigner erst Desktop-Versionen, dann mobile. Heutzutage sollten Websites unbedingt mit einem responsive Webdesign erstellt werden, um ein besseres Benutzererlebnis zu bieten.

5. GOOGLE PAGE SPEED

Mit einem Mobile-First-Indexing-Ansatz von Google ist die Seitengeschwindigkeit wichtiger denn je geworden. Websites mit langsamer Seitengeschwindigkeit haben es schwerer, sich an der Spitze zu platzieren. Das Ziel von Google mit diesen Updates ist es, seinen Nutzern Suchergebnisse mit den besten Nutzerfahrungen zur Verfügung zu stellen.

6. SICHERE WEBSITE (SSL)

Egal ob du einen Online-Shop oder einen einfachen Blog betreibst, Google hat bestätigt, dass eine gesicherte Website tatsächlich einen höheren Rang einnimmt. Aber nicht nur für das Google Ranking ist dieser Faktor enorm wichtig. Auch für die neue DSGVO spielt eine gesicherte Website eine wichtige Rolle. Was du dafür brauchst? Ein SSL-Zertifikat! Es wird eingesetzt, um deine Website-Daten beim Aufruf durch den Browser sicher zu übertragen. SSL steht für „Secure Sockets Layer“ und bedeutet, dass es zwischen dem Webserver und dem Client (User) ein Protokoll gibt, das die Daten verschlüsselt. Wenn du also bis dato noch kein SSL-Zertifikat besitzt, empfehle ich dir dringend, eines zu besorgen und deine Domain auf HTTPS umzustellen.

7. SICHTBARKEIT DURCH SOZIALE NETZWERKE

Ich habe festgestellt, dass soziale Signale von Plattformen wie Facebook, Reddit, Instagram, LinkedIn und anderen Sozialen Netzwerken auch mit dem Suchranking korrelieren. Das soll nicht heißen, dass eine starke soziale Online-Präsenz allein den organischen Verkehr antreiben kann. Jedoch sollten diese sozialen Signale mit allen anderen SEO-Kanäle kombiniert werden, um eine größere Sichtbarkeit erreichen zu können.

8. EINFLUSS DER DOMAIN

In der Vergangenheit waren sogenannte Keyword-Domains ein sicherer Weg, um die Sichtbarkeit der organischen Suche zu erhöhen. Mit dem intelligenteren Algorithmus von Google sehe ich immer noch zwei Einflussfaktoren der Domain auf das Suchmaschinenranking:

  1. Exact-Match-Domains haben nach wie vor einen hohen Stellenwert – Bei der Suche nach “Auto” erwarten wir zum Beispiel, dass beliebte Automarken in den Top-Suchergebnissen (Ford, BMW, Audi, etc.) zu finden sind. Stattdessen bekommt man eine exakte Übereinstimmung mit Seiten die das Keyword in ihrer Domain enthalten (z.B. autoscout24.at)
  2. Domain-Alter – Das Domain-Alter ist ein weiterer wichtiger Rankingfaktor. Neue Domains haben es schwerer für Top-Keywords in dem Suchranking zu erscheinen, während ältere Domains länger Top-Positionen zu halten scheinen.

Profi-Tipp

Wie lange dauert es, bis man an der Spitze steht? Finde es heraus mit diesem Artikel von AHrefs.com.

9. URL-STRUKTUR

Stelle sicher, dass deine Website aus 3 Gründen so flach wie möglich ist:

  1. Zunächst ist eine kurze URL wie blogital.com/my-post für Google einfacher zu verstehen als blogital.com/1/12/2018/blog/category/here-is-my-blog-title.
  2. Zweitens, es macht die URL leichter zu lesen, sodass die Benutzer gleich wissen, was wirklich hinter dieser URL steckt. Du machst deine Zielgruppe neugierig und sie klicken eher drauf, als bei einer komplizierten, nichts-aussagenden URL.
  3. Drittens, lange URLs bedeuten in der Regel Links zu Seiten, die mehrere Klicks von der Homepage entfernt sind. Es wird empfohlen den Weg kürzer zu machen, damit der Nutzer eine besseren Überblick behalten kann.

10. IMAGES

Vergiss nicht auf Bilder! Die Grafik von Brian Dean beschreibt die Korrelation zwischen mindestens 1 Bild und dem Google-Ranking.

Google Ranking Bild SEO

11. GERINGERE ABSPRUNGRATE

Tue dein Bestes, um deine Absprungrate so weit wie möglich zu senken, da sich dies stark auf das Ranking auswirkt. Es ist klar ersichtlich, dass sie ein Nebenprodukt von gutem Inhalt, Websitestruktur, UI/UX, d.h. Benutzererfahrung, ist.

Es gibt viele Maßnahmen, die dieses Problem verringern können, wenn du mehr darüber lesen möchtest, empfehle ich dir den Blogbeitrag von Neil Patel zu lesen.


Es geht nicht mehr NUR um SEO, da viele weitere Faktoren zum Ranking der Website beitragen. Ich glaube, dass du zusätzlich zu SEO eine komplette Marketingstrategie brauchst, um im Jahr 2018 dein Unternehmen sichtbar zu machen. Das bedeutet, dass SEO Hand in Hand mit Content Marketing arbeiten muss. Weiters ist die Integration mit Social Media unerlässlich, um die erstellten Inhalte zu verbreiten und indirekt Traffic auf deine Website zu locken. Neueste Google-Updates ebnen den Weg für Websites mit hochwertigen Inhalten, die einen echten Mehrwert für die Nutzer bieten. Google wird auch viel besser darin, die Interaktion der Benutzer mit den Inhalten zu messen. Das Verstehen dieser wertvollen Faktoren könnte bzw. sollte deine Online-Marketing-Strategie auf positive Weise beeinflussen.