LinkedIn ist eine wertvolle Ressource für alle, die einen Job suchen oder ihre beruflichen Kontakte ausbauen möchten. Aber wenn man nicht weiß, wie man ein gutes LinkedIn-Profil aufbaut, wird man diese Plattform nicht voll ausnutzen können.

Wie wird man bei Suchanfragen vorgeschlagen? Wie taucht man bei der richtigen Profilsuche auf? Und wie bringt man mehr Leute dazu, mit dir zu interagieren?

Mit meinen folgenden LinkedIn-Profiltipps werde ich dir helfen, deine LinkedIn-Profilansichten für 2018 zu erhöhen.

Beachte, dass wir die Grundlagen überspringen werden, wie z.B. ein professionelles Foto einfügen und sicherstellen, dass deine Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. Wir werden uns direkt mit den speziellen Dingen befassen, die ein tolles LinkedIn-Profil ausmachen.

1. Suche dir eine Nische

Es gibt über 500 Millionen Nutzer auf LinkedIn. Wie willst du in dieser Masse auffallen und dich von anderen Nutzern abheben?

Die Antwort ist einfach: Suche dir eine Nische. Statt sich als Manager zu präsentieren, solltest du dich darauf konzentrieren, dein Profil als IT-Manager zu präsentieren. Oder, noch besser, ein IT-Manager mit Erfahrung im Hochschulbereich.
Je spezifischer du bist mit deiner Expertise und wonach du suchst, desto wahrscheinlicher ist es, dass dein Profil gefunden wird.

Zum Beispiel habe ich mir kürzlich eine Nische angesehen, die mich persönlich interessiert hat. Ich habe nach “chatbot” gesucht. Es kam eine Liste mit über 290 Ergebnissen zurück. Dann habe ich nach “chatbot Österreich” gesucht.

Dann bekam ich 54 Ergebnisse:

LinkedIn Chatbot Suche

Natürlich ist es auch so, dass weniger Menschen nach dieser bestimmte Nischen suchen werden. Aber diese Leute sind auch viel eher bereit, sich mit dir in Verbindung zu setzen.

Glaub mir, das ist kein einfacher umsetzbarer Tipp. Aber diese Strategie wird von unzähligen Experten empfohlen, die meinen, dass damit deine Suchansichten in Quantität (Anzahl) wie auch in Qualität (Personen, Headhunter) verbessert werden.

2. Verwende dein LinkedIn-Profil als eine Art Verkaufsseite

Wenn du wissen willst, wie du dein LinkedIn-Profil im Jahr 2018 verbessern kannst, ist der nächste Tipp vielleicht der Wichtigste.

Ein potenzieller Kunde, Arbeitgeber oder Geschäftspartner ist nicht wirklich an deinen Fähigkeiten und Erfahrungen interessiert – er interessiert sich dafür, wie deine Fähigkeiten und Erfahrungen für ihn einen Mehrwert bieten können.

Dafür musst du dich selber verkaufen können. Und das gut.

Dein LinkedIn-Profil dient zwar als eine Art Online-Lebenslauf, aber es muss mehr dahinter sein, wenn du wertvolle Kontakte ansprechen willst. Du musst die Grundprinzipien des Verkaufs nutzen, um Ansichten anzuziehen und das Interesse der Nutzer zu wecken.

Möglicherweise ist das Wichtigste, was du im Auge behalten solltest, deine Zielgruppe. Wen willst du mit deinem LinkedIn-Profil ansprechen? Bist du auf der Suche nach einem Job in einem Fortune-500-Unternehmen? Oder in einem lokalen Startup? Willst du Lehrer oder Berater werden?

Und was will deine Zielgruppe vor allem? Wenn du sie davon überzeugen kannst, dass du eine Dienstleistung/Produkt/Know-How besser als jeder andere anbieten kannst, hast du gewonnen. Je besser du verstehst, an wen du mit deinem LinkedIn-Profil verkaufst, desto effektiver wird dein Profil im späteren Verlauf sein.

Denke daran, für wen du schreibst und was sie wollen, besonders wenn wir uns jetzt den nächsten Schritt anschauen.

3. Dein Profil soll eine Geschichte erzählen

Sobald du deine Zielgruppe definiert hast, wird es Zeit eine Art Geschichte/Story zu schreiben. Dies ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Aspekte bei der Erstellung eines großartigen LinkedIn-Profils.

Mit effektiven Storytelling kannst du dein LinkedIn Profil interessant gestalten. Es wirkt dynamischer und attraktiver, als nur eine einfache Auflistung deiner Qualifikationen. Wenn du eine emotionale Reaktion beim Betrachter deines Profils erzeugen kannst, wird die Effektivität deines Profils sprunghaft ansteigen.

Zu aller erst stelle dir diese drei Fragen:

  • Was verursacht deinen potentiellen Kunden oder Arbeitgebern Probleme?
  • Wie kannst DU helfen, dieses Problem zu lösen?
  • Wie wird sich der Leser fühlen, wenn du die Lösung für das Problem hast?

Wenn du diese drei Dinge in deiner Zusammenfassung aufnehmen kannst, wird sich dein Profil auf jeden Fall von den anderen abheben und das war von Anfang an das Ziel, das wir erreichen wollten.

Hier ist ein tolles Beispiel für eine effektive Einleitung aus dem LinkedIn-Profil von Sophie Lizard:

“I’ve been told I’m ‘like a one-woman TED conference without any breaks.’ If you want an intelligent writer and editor who never stops connecting the dots, step away from the search box—you’ve found me.”

Mit diesem Eröffnungssatz macht Sophie ihre Profilbesucher neugierig. Sie wollen mehr von ihr sehen bzw. lesen und schauen sich das Profil genauer an.

Wie man effektives Storytelling betreibt und damit Ziele erreichen kann, ist vor allem in der Geschäftswelt eine schwierige Herausforderung. Aber es ist möglich. Wer sich in dieses Thema genauer einlesen möchte, der sollte sich auf jeden Fall das Harvard Business Review Interview “Storytelling That Moves People” mit Robert McKee ansehen.

Denke daran, dass deine Zusammenfassung/Kurzbeschreibung zwar der wichtigste Bereich ist, um eine attraktive Geschichte zu erzählen. Aber um es wirklich effektiv zu machen, solltest du diese Geschichte auch in deinen Erfahrungseinträgen und Jobbeschreibungen fortsetzen.

4. Verschönere dein Profil mit Medien

In deinem LinkedIn-Profil geht es vor allem darum Informationen darzustellen – deshalb ist es meist so textlastig. Aber Studien zeigen, dass Menschen von Bildern angezogen werden (1 Bild sagt mehr als tausend Worte). Nutze deshalb diese Tatsache und füge Medien in dein Profil ein.

Du kannst z.B. Medien in deiner Kurzbeschreibung oder in Erfahrungseinträgen beifügen. Es könnte ein Link zu einem Artikel sein, den du veröffentlicht hast oder die Website deiner Firma. Es könnte sogar ein Foto sein, auf dem du bei einer Veranstaltung sprichst.

LinkedIn Medien im Profil
Hier ein Beispiel zur Medien-Nutzung im LinkedIn-Profil

Was auch immer es ist, es wird die Aufmerksamkeit der Leute auf sich ziehen. Aufmerksamkeit ist eines der wichtigsten Aspekte, wenn es entscheidend ist, das LinkedIn-Profil zu verbessern.

Du kannst auch Videos hochladen. Mache es, um eine persönliche Verbindung zu deinen Lesern aufzubauen, bevor sie überhaupt mit dir Kontakt aufnehmen. Einführungsvideos, Imagevideos, Clips von deinen Präsentationen oder Reden und alles andere, was dein Fachwissen zeigt, kann nützlich sein.

5. Verwende klare “Call-To-Actions”

Klare Call-To-Actions werden von viele Nutzern einfach ausgelassen. Es sollte nicht so sein, dass du eine Menge Information herausgibst und dann dem Leser überlässt, etwas damit anzufangen/zu unternehmen. Das wird nicht reichen.

Besser ist es, wenn du dem Leser sagst, was er tun soll. Zum Beispiel bist du ein Experte im E-Commerce Bereich, dann könntest du so etwas auf deinem LinkedIn-Profil schreiben:

“Wenn Sie mehr Verkäufe durch Ihren E-Commerce Shop haben wollen, dann nehmen Sie Kontakt auf.” Senden Sie mir eine Direktnachricht oder eine E-Mail an max.mustermann@gmail.com. Ich bin immer offen für Gespräche über mögliche Kooperationen und interessante Projekte.”

Call-To-Actions sagen den Leuten, die sich das Profil ansehen, was sie von dem Profilinhaber bekommen und wie sie den Prozess starten können. Es macht auch sehr deutlich, wonach die Person letztendlich sucht.

Du kannst auch diese Handlungsaufforderungen in deinen Erfahrungseinträgen aufnehmen. Stelle sicher, dass der Nutzer jederzeit weiß, wie er mit dir in Kontakt treten kann.

6. Sei aktiv und interagiere

Der letzte Punkt fällt zwar nicht direkt unter die LinkedIn-Profiltipps, führt aber zu mehr Profilansichten und besseren Suchergebnissen. Je aktiver du bei LinkedIn bist, desto eher verbesserst du deine Profilsichtbarkeit.

Als Aktivität zählt sowohl das Knüpfen von neuen Kontakte als sich auch in Gruppen einzubringen oder Nachrichten zu verschicken.

Das was zählt: Deine regelmäßige Aktivität!

Du musst dafür nicht stundenlang Zeit auf LinkedIn verbringen. Nimm dir jede Woche ein bisschen Zeit um nützliche Artikel zu teilen, aktualisiere dein Netzwerk und dein Profil bzw. kommentiere die Beiträge anderer Leute.

Indem du großen LinkedIn-Profilen (Influencer) folgst, wirst du regelmäßig Inhalte zum Interagieren sehen.


Zusammengefasst kann man sagen, dass es bei LinkedIn darum geht, Connections herzustellen. Manchmal führen diese Connections zu Jobs oder Projekten, manchmal nicht. Aber es ist immer gut, wenn man mehr Leute in seinem Bereich (und außerhalb davon) kennt.

Und der beste Weg, sich mit Menschen zu verbinden, ist immer hilfsbereit zu sein. Sei es dein Fachwissen zur Verfügung zu stellen oder bei einem Projekt zu helfen. Das ist es, was wirklich Bindungen zwischen Menschen schafft, und das ist es, was die Sichtbarkeit deines LinkedIn-Profils deutlich verbessern wird.