Zuerst zeige ich dir, wie man die Kennzahlen findet und analysiert, von denen ich spreche. Um einen Blick auf sie zu werfen, gehe zum Werbeanzeigen-Manager und klicke auf die Schaltfläche Spalten. Wähle dann Spalten anpassen.

Dort kannst du ganz einfach die Metriken hinzufügen oder entfernen.

Im nächsten Schritt hast du die Möglichkeit die Daten aufzuschlüsseln. Dafür klicke zunächst auf den Button Aufschlüsselung. Anschließend ist eine Aufschlüsselung nach Alter, Geschlecht, Land, Region, Zeit, Gerät etc. möglich.

Hier erkläre ich dir jetzt jede meiner wertvollsten Kennzahlen und wie sie zusammenpassen. Du kannst gerne meine Metriken für deine zukünftigen Kampagnen übernehmen.

Kampagne zur Lead-Generierung

Hier sind die wichtigsten Kennzahlen für alle Kampagnen, die den Traffic auf eine Landingpage lenken sollen:

  1. Impressionen: Jedes Mal, wenn deine Anzeige auf Facebook, Instagram oder ausgewählten Partner Plattformen geschaltet wird, zählt dies als eine Impression. Nicht zum Verwechseln mit der Reichweite, welche die Anzahl der einzelnen Personen zählt, die deine Anzeige gesehen haben.
  2. Cost Per 1.000 Impressions (CPM): die durchschnittlichen Kosten für die 1.000fache Schaltung deiner Anzeige. Betrachte es als das Preisschild von Facebook; es variiert je nach der Nachfrage nach der Zielgruppe zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung. Hinweis: Der Preis kann variieren, wenn man die exakt gleiche Anzeige an unterschiedlichen Tagen schaltet. Außerdem wirst du feststellen, dass einige Zielgruppen regelmäßig höhere CPMs erzielen. Es geht um Angebot und Nachfrage, also stelle sicher, dass du oft verschiedene Zielgruppen und Publika ausprobierst.
  3. Häufigkeit: Eine Zahl, die aussagt wie oft jede Person deine Anzeige gesehen hat. Berechnet durch Impressionen geteilt durch Reichweite. Dies ist eine wichtige Kennzahl, denn sie sagt aus, ob man sein Publikum mit den Anzeigen überfordert. Ich empfehle eine Frequenz unter 4 für Anzeigen, die im News Feed angezeigt werden, und unter 8 für Anzeigen, die in der rechten Seitenleiste angezeigt werden.
  4. Ausgaben: Wie viel du bisher für die Schaltung deiner Anzeigen ausgegeben hast. 
  5. Click-through Rate (CTR) Links, auch bekannt als Website CTR: der Prozentsatz der Personen, die deine Anzeige gesehen und auf deine Website geklickt haben. Berechnet, indem man die Anzahl der Link-Klicks nimmt und sie durch Impressionen teilt.
  6. Link-Klicks: Die Anzahl der Personen, die auf deine Anzeige geklickt haben und auf deine Landingpage weitergeleitet wurden. Dies ist eine gute Metrik, um die Anzahl der Personen zu schätzen, die deine Landingpage besucht haben (es sei denn, du sendest Personen aus verschiedenen Quellen/Kampagnen auf dieselbe Landingpage).
  7. CPC (Link): die durchschnittlichen Kosten für jeden Klick von deiner Anzeige auf die Landingpage/Website. Berechnet aus dem Ausgabebetrag dividiert durch die Anzahl der Link-Klicks.
  8. Leads: Die Anzahl der Personen, die sich auf deiner Zielseite angemeldet haben, nachdem sie auf deine Facebook-Anzeige geklickt haben.
  9. Kosten pro Lead: Wie viel jede Anmeldung dir bisher gekostet hat. Berechnet, indem man den ausgegebenen Betrag nimmt und ihn durch die Anzahl der Leads dividiert.

Welche Informationen können aus den Daten gezogen werden?

Kosten pro Lead ist die wichtigste Kennzahl. Wenn die Leads teurer sind, als du es dir wünschet – ich empfehle, nicht mehr als 3 Euro pro Lead zu bezahlen – dann schau dir folgenden Zahlen nochmals genauer an:

  • Teile Link-Klicks durch Leads, um die Conversionrate deiner Landingpage zu ermitteln. Wenn sie unter 30% liegt, sind Optimierungen erforderlich.
  • Wenn die CTR Links Zahl niedrig ist (unter 1%), ist entweder deine Werbeanzeige nicht überzeugend oder du zielst auf die falsche Zielgruppe ab.
  • Wenn der CPM hoch ist, solltest du ein anderes Publikum ausprobieren.

Sales-/Marketing-Kampagnen

Wann immer man das Ziel hat über Facebook Verkäufe zu tätigen, sollte man folgende Kennzahlen beobachten:

  1. Impressionen: Jedes Mal, wenn deine Anzeige auf Facebook, Instagram oder ausgewählten Partner Plattformen geschaltet wird, zählt dies als eine Impression
  2. Cost Per 1.000 Impressions (CPM): die durchschnittlichen Kosten für die 1.000fache Schaltung deiner Anzeige.
  3. Häufigkeit: Eine Zahl, die aussagt wie oft jede Person deine Anzeige gesehen hat. 
  4. Ausgaben: Wie viel du bisher für die Schaltung deiner Anzeigen ausgegeben hast. 
  5. Click-through Rate (CTR) Links, auch bekannt als Website CTR: der Prozentsatz der Personen, die deine Anzeige gesehen habe und auf deine Verkaufsseite geklickt haben.
  6. Link-Klicks: Die Anzahl der Personen, die auf Ihre Anzeige geklickt haben und auf Ihre Verkaufsseite weitergeleitet wurden.
  7. CPC (Link): die durchschnittlichen Kosten für jeden Klick von deiner Anzeige auf die Landingpage/Website. 
  8. Conversion: Die Anzahl der Personen, die aus deiner Anzeige in Kunden umgewandelt wurden. Dies setzt voraus, dass du ein Conversion-Tracking auf der “Danke”-Seite eingerichtet haben, die die Leute nach Abschluss ihres Kaufs sehen. 
  9. Kosten pro Conversion: Wie viel dir jeder Verkauf bisher gekostet hat. Berechnet, indem man den ausgegebenen Betrag nimmt und ihn durch die Anzahl der Conversions teilt.

Welche Informationen können aus den Daten gezogen werden?

Hier soll deine Priorität bei den Conversions und Kosten pro Conversions liegen. Im Idealfall sind deine Kosten pro Conversion viel niedriger als der tatsächliche Preis deines Produkts.

Bist du mit deinen Ergebnissen unzufrieden? Du musst verstehen, dass der Verkauf auf Facebook ziemlich schwierig ist, weshalb ich folgende Anpassungen empfehle:

  • Wenn die CTR Links Zahl niedrig ist (unter 1%), ist entweder deine Werbeanzeige nicht überzeugend oder du zielst auf die falsche Zielgruppe ab.
  • Wenn der CPM hoch ist, solltest du ein anderes Publikum ausprobieren.
  • Schaue dir die Conversion Rate deiner Verkaufsseite mit Google Analytics an. Es ist möglich, dass der Traffic von Facebook nicht daran interessiert ist, dir die Brieftasche zu öffnen. Es kann vorkommen, dass die kaufbereite Zielgruppe eher auf der Website oder anderen Social Media Plattformen zu finden ist. Wenn das der Fall ist, versuchen eine Retargeting-Strategie, um Facebook-Werbung für deine vorherigen Website-Besucher zu schalten.

Kampagne zur Markenbekanntheit:

  1. Impressionen: Jedes Mal, wenn deine Anzeige auf Facebook, Instagram oder ausgewählten Partner Plattformen geschaltet wird, zählt dies als eine Impression
  2. Cost Per 1.000 Impressions (CPM): die durchschnittlichen Kosten für die 1.000fache Schaltung deiner Anzeige.
  3. Häufigkeit: Eine Zahl, die aussagt wie oft jede Person deine Anzeige gesehen hat. 
  4. Ausgaben: Wie viel du bisher für die Schaltung deiner Anzeigen ausgegeben hast. 
  5. Click-through Rate (CTR) Links, auch bekannt als Website CTR: der Prozentsatz der Personen, die deine Anzeige gesehen habe und auf deine Verkaufsseite geklickt haben.
  6. Link-Klicks: Die Anzahl der Personen, die auf Ihre Anzeige geklickt haben und auf Ihre Verkaufsseite weitergeleitet wurden.
    CPC (Link): die durchschnittlichen Kosten für jeden Klick von deiner Anzeige auf die Landingpage/Website. .
  7. Leads: Die Anzahl der Personen, die sich auf deiner Zielseite angemeldet haben, nachdem sie auf deine Facebook-Anzeige geklickt haben.
    Kosten pro LeadWie viel jede Anmeldung dir bisher gekostet hat. Berechnet, indem man den ausgegebenen Betrag nimmt und ihn durch die Anzahl der Leads dividiert.

Tipp: Wenn du diese Art von Kampagnen schaltest, ohne auf die Aktivitäten deiner Website Nutzer zu achten, ist es rausgeschmissenes Geld. Klicken die Leute auf deine Anzeigen, lesen deine Beiträge, verlassen dann aber die Website? Das würde mir sagen, dass deine Website optimiert werden muss, um mehr Aktionen zu erfassen.

Um das Maximale aus deiner Werbeanzeige rauszuholen, empfehle ich den Einsatz von Conversion-Tracking. Damit lassen sich alle Informationen rausfiltern, die du wissen musst.

Welche Informationen können aus den Daten gezogen werden?

Abgesehen von der Anzahl der Leads, die du mit deiner Kampagne erhalten hast, gibt es hier noch etwas anderes zu beachten:

Wenn der CPC (Link) höher als €1.00 ist, dann schau dir die CTR (Link) Zahl an. Wenn diese niedriger als 1% ist, ist entweder deine Werbeanzeige nicht überzeugend genug, oder du lieferst deine Anzeigen an die falsche Zielgruppe aus. Ich würde zuerst ein anderes Thema mit dem gleichen Publikum ausprobieren und dann nach einem neuen suchen, wenn sich die CTR nicht verbessert.

Videokampagnen

  1. Häufigkeit: Eine Zahl, die aussagt wie oft jede Person deine Anzeige gesehen hat. 
  2. Ausgaben: Wie viel du bisher für die Schaltung deiner Anzeigen ausgegeben hast. 
  3. Videoansichten: Die Anzahl der Ansichten deines Videos für 3 Sekunden oder länger. 
  4. Videoaufrufe zu 75%: Wie viel Prozent der Personen, die dein Video “gesehen” haben, haben es tatsächlich bis zur 75%-Marke gesehen. 
  5. Link-Klicks: Die Anzahl der Personen, die deine Videoanzeige gesehen und sich zu deiner Website durchgeklickt haben. Sie haben vielleicht auf den Link geklickt, den du ganz am Ende des Videos hinzufügen kannst, oder auf den Link im Text des Beitrags.
  6. CPC (Link): Die durchschnittlichen Kosten für jeden dieser Klicks auf deine Website.
  7. Leads: Die Anzahl der Personen, die sich auf deiner Zielseite angemeldet haben, nachdem sie auf deine Facebook-Anzeige geklickt haben.
  8. Kosten pro LeadWie viel jede Anmeldung dir bisher gekostet hat. Berechnet, indem man den ausgegebenen Betrag nimmt und ihn durch die Anzahl der Leads dividiert.

Nach meiner Erfahrung funktionieren Videoanzeigen sehr gut, wenn das Video aussagekräftig und bei der richtigen Zielgruppe eingesetzt wird.

Tipp: Facebook gibt dir die Möglichkeit die Zielgruppe anzusprechen, die deine Videoanzeige “gesehen” haben. Wenn du möchtest, kannst Sie diese Personen mit anderen Anzeigen, vielleicht regulären Linkanzeigen, erneut ansprechen

Welche Informationen können aus den Daten gezogen werden?

Werfen wir einen Blick auf ein paar Zahlen, um zu sehen, wie man Videokampagnen beim nächsten Mal verbessern könnte:

Wenn die Videoansichten groß sind und die Videoaufrufe zu 75% niedrig, dann ist der Anfang des Videos möglicherweise nicht überzeugend genug, um die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu ziehen und sie zu halten. Oder das Video ist einfach zu lang.
Informiere dich über die Kosten pro Lead. Wenn diese unter den Kosten pro Leads für Nicht-Video-Kampagnen liegt, schalte diese Videoanzeige weiter! 

Habe ich was vergessen? Gibt es wichtige Kennzahlen, die nicht auf meiner Liste stehen?

Lasst es mich in den Kommentaren unten wissen!